Gestern war es endlich so weit: Die Entscheidung beim Eurovision Song Contest stand an. Mit Lena Meyer-Landrut hatten wir in diesem Jahr seit langem mal wieder eine Teilnehmerin, hinter der wir wirklich stehen konnten. Das Interesse am Eurovision Song Contest war selten höher als in diesem Jahr.
Und wir haben sogar gewonnen!!!
Wirklich gerechnet hatte keiner damit, aber Lena hat es geschafft. Herzlichen Glückwunsch.
Trotzdem möchte ich euch meine Einschätzung der anderen Finalteilnehmer nicht vorenthalten:
Der Auftritt aus Aserbaidschan war einfach zu künstlich, zu gestellt – war ja der Favorit der Wettbüros. Den Song aus Spanien fand ich sehr langweilig, auch als er nochmal singen durfte wurde es nicht besser. Eher im Gegenteil, da fiel der Unterschied zu den Guten davor noch mehr auf. Gastgeberland Norwegen war auch nicht gerade mitreißig und teilweise schief gesungen. Die Diskomusik aus Moldau passt einfach nicht in dieses Jahrzehnt. Zypern ging mit einem hübschen Mann und einem Popsong an den Start. Nichts tolles, aber auch nicht das Schlechteste an diesem Abend. Der Singer-Songwriter aus Belgien war echt gut. Hätte ich nocht weiter vorn gesehen in den Ergebnissen. Serbien konnte mit ihrem sehr weiblichen Mann nicht überzeugen – einfach kein guter Song. Bosnien-Herzigowina war irgendwie auch komisch. Weißrussland kam mit schönen Schmetterlingsflügeln daher
. Auch Irland (wo ich echt gespannt war) konnte wirklich überzeugen. Im Schnelldurchlauf fiel es schwer zwischen Irland und Weißrussland zu unterscheiden – klang so ähnlich! Spätestens an dieser Stelle hat man sich gefragt “Warum schaue ich mir das noch an?”. Aber dann kam mit dem griechischen Song endlich wieder was Lebendiges. Großbritannien konnte überhaupt nicht überzeugen. Schlechter Song, Sänger war total disharmonisch mit Backgroundsängern – der verdiente letzte Platz. Georgien überzeugte mit einer guten Stimme, aber die Choreografie konnte man sich einfach nicht anschauen. Der Beitrag der Türkei war schön rockig und echt interessant – verdient auf den vorderen Plätzen. Albanien war poppig die Frau lustig und insgesamt nett. Der Song aus Island war trotz Diskobeats ein bisschen langweilig. Ukraine – hübsche Frau und kann auch noch singen, kam bei bisherigen Beiträgen selten vor – ein guter Song und guter Auftritt. Aus Frankreich kam der Partysong schlechthin, Sommerfeeling pur. Vielleicht nicht nur in Frankreich ein Song zur WM – hätte ich weiter vorn gesehen. Rumänien: Klaviermusik mal anders, cooles “Doppelklavier” aber der Song eher durchschnittlich. Die Gruppe aus Russland war im Internet bekannt geworden, mit ihrer “Abschlussballmusik” konnten sie mich nicht mitreißen. Bei Armenien gefiel mir das “Storytelling”
– haben wunderschön eine Geschichte auf der Bühne erzählt. Zu Deutschland gibt’s nichts mehr zu sagen außer “LENA!!!”
Aus Portugal kam der Song für den nächsten Disney-Film – dafür wirklich perfekt! Bitte engagiert die Sängerin für den nächsten Film! Isreals Beitrag war mir zu schwer, zu tragisch – aber ein schicker Mann. Den Abschluss machte Dänemark. Mich erinnerte der Song eher an 70er-80er-Jahre-Musik. Refrain war sehr Abba-mäßig. Insgesamt hätte ich den Beitrag nicht so weit vorn gesehen.
Soweit meine Zusammenfassung. Ich weiß jetzt, warum es in den Vorjahren so wenig Leute angeschaut haben. Zum Glück wurden die Beiträge in der zweiten Hälfte besser.
Nächstes Jahr findet der Eurovision Song Contest also in Deutschland statt. Sind wir mal gespannt, wer uns dann vertritt. Ich bin begeistert von Lena und freu mich über den Erfolg. Wahnsinn was eine Zusammenarbeit von Privat- und Öffentlich-Rechtlichem-Fernsehen alles so hervorbringt.
Jetzt erstmal Lena feiern
Bis bald – Sayonara
Endlich Sommer! Zumindest hat man an diesem Wochenende einen Vorgeschmack bekommen. Was bietet sich dann mehr an, als ein Ausflug. Wir haben uns heute mal Besigheim angeschaut. Besigheim liegt im Landkreis Ludwigsburg, ca. 25km nördlich von Stuttgart.
Besigheim ist umgeben von Weinbergen und hat eine wunderschöne Altstadt. Damit auch ihr einen Eindruck von unserem Ausflug und der schönen Stadt bekommt, ein paar Bilder:
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Wenn ihr auch mal in der Gegend seid, kann ich euch einen Ausflug nach Besigheim wirklich nur empfehlen.
Bis bald – Sayonara
Anfang Mai treffen sich in München jedes Jahr eine Menge Verrückter, die gerne viel Geld für guten Klang ausgeben. Guten Klang bei Lautsprechern, Verstärkern, Plattenspielern, CD-Playern und Kabeln. Dies alles und etliches mehr wird vom Who-is-Who der Szene auf der “High End”-Messe in den M.O.C.-Hallen ausgestellt. Auf der Messe kann man sich einen ersten Eindruck von den Gerätschaften holen. Eher einen optischen, denn akustisch sind die Ausstellungsräume alles andere als adäquat. Eine ernsthafte Hörsession beim Händler des Vertrauens ist ein Muss.
Zwar werden auf der Messe auch Einsteiger glücklich – die großen Hersteller zeigen auch ihre Budget-Geräte, was bedeutet 1000 Euro aufwärts. Aber eigentlich sind die meisten Exponate eher was für Leute, die nicht aufs Geld schauen müssen oder HiFi-Enthusiasten, die gerne träumen und schwärmen. Lautsprecher wie die Focal Grande Utopia für 130.000 Euro gibt es da zu sehen. Endstufen für den Gegenwert eines Kleinwagens, den Abmessungen einer Kiste Bier und der Leistung eines Kleinkraftwerkes. Mehrere Kilowatt potenzieller Leistungsabgabe (!) sind keine Seltenheit. Und natürlich nicht zu vergessen: Die Plattenspieler. Seit einigen Jahren wieder ganz groß zurück im Geschäft. Wer jetzt an eine schnöde Holzbasis, einen faden Plattenteller und einen mageren Tonarm denkt ist falsch gewickelt. Auf der High End ist ein Plattenspieler ca. 1,20 Meter hoch, wiegt sicherlich um die 300 Kilo und strotzt nur so von Metall, Keramik, Acryl, Glas und teilweise Gold. Clearaudio Statement nennt sich die Verkörperung dieser Materialschlacht. Im Bild zu sehen. Über den Preis spricht man nicht.
Auch etwas Voodoo gibt es zu sehen – die Klangschälchen von Fast Audio zum Beispiel. Wie auf diesen Schmarrn jedes Jahr wieder Leute hereinfallen ist immer wieder faszinierend. Metallschälchen mit ca. 3 Zentimeter Durchmesser für 100 Euro das Stück. An diversen Stellen im Raum positioniert sollen sie den Klang verbessern. Aaaaaha. Aber gut – der Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen.
Fazit für dieses Jahr: Das Publikum altert. Die Branche altert mit und stagniert. Es gibt kaum neue Hardware (ab gesehen von ein paar Netzwerkplayern und Medienservern) bzw. Innovationen. Aber wie auch. Es geht um guten Klang. Man kann lediglich an der Kette optimieren bzw. das nächst bessere oder neuere kaufen. Eine Chance verpassen die Hersteller jedes Jahr aufs neue. Und zwar einfach mal die Musikrichtungen zu ändern und damit junges Publikum anzuziehen. Nicht jeder 18- bis 30-jährige hält das Pop-Gequäke aus seinem Handy für das Nonplusultra. Auch in dieser Altersgruppe gibt es Menschen, die guten Klang schätzen und gerne auf teure Geräte die ihr Geld wert sind sparen. Aber dieses Publikum steht nun nicht unbedingt auf “Hotel California” oder “Ain’t no sunshine”. Die beiden Lieder werden auf jeder High End Messe mit einer beeindruckend stoischen Unkreativität bis zum Erbrechen durchgenudelt. Klar, sie sind gut produziert, aber verdammt nochmal sie nerven! Liebe Hersteller: Bitte wagt euch an neues Territorium, legt auch mal Drum-and-Bass (gibts auch auf Schallplatte!) auf, Hip Hop, oder meinetwegen sogar Lady Gaga. Zumindest von den ersten beiden Genres kann ich mit Fug und Recht aus Erfahrung behaupten – diese Musik macht auf hochwertigen Anlagen einen riesen Spaß. Ich hoffe, die Hersteller merken das auch und trauen sich mal was.
Mit highendigen Grüßen
Wolfgang
Wo bekommt man denn heute schon noch was geschenkt? Bei dem Comic-Händler des Vertrauens
Allerdings nicht heute, sondern erst morgen, am 8. Mai 2010. Dann findet nämlich zum ersten Mal in Deutschland der “Gratis-Comic-Tag” statt.
Ob Bongo Comics, Iron Man, Hellboy, Mosaik, Lou!, Micky Maus, Star Wars, Spirou und Fantasio oder Spirit – hier ist eigentlich für jeden etwas dabei. Aus insgesamt 30 verschiedenen Comics könnt ihr auswählen. Mangas sind in diesem Jahr leider noch nicht dabei. Aber da das hoffentlich nicht der letzte Gratis-Comic-Tag sein wird, bin ich für die Zukunft optimistisch.
Wo bekommt ihr jetzt die gratis Comics? Bei vielen Comic-Händlern in ganz Deutschland. Schaut einfach auf www.gratiscomictag.de nach, welcher Händler in eurer Nähe mitmacht. Aber: Die Händler haben nur ein begrenztes Kontingent der einzelnen Comics, es kann sein, dass das schnell vergriffen ist.
Nicht wundern, falls ihr mehrere Versuche braucht, um die Internetseite vom Gratis-Comic-Tag zu öffnen. Aber heute ist der Besucheransturm sehr groß! Die Server haben gut zu tun. Und dann erschien auch noch ein Artikel auf Spiegel Online…
Ich hoffe, ich werde morgen auch einen gratis Comic ergattern können! Ich wünsche euch viel Spaß beim Comic-Händler und danach beim Lesen. Ihr könnt mir ja schreiben, was ihr euch gerne holen würdet bzw. dann geholt habt!
Bis bald – Sayonara
Gestern fand in Stuttgart der erste Twittwoch statt. Im Mercedes-Benz-Museum trafen sich rund 80 Twitter-Interessierte. Eine Zusammenfassung und Eindrücke vom gestrigen Abend findet ihr auf text-gold.de. Der Twittwoch findet in Stuttgart ab jetzt regelmäßig jeden ersten Mittwoch im Monat statt.
Für Alle, die bisher noch keine Erfahrungen mit Twitter gesammelt haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Twitter ist ein sogenannter Mircoblogging-Dienst. Die User können Aktuelles, Termine, interessante Links, Erlebnisse und Erfahrungen in Nachrichten mit maximal 140 Zeichen mit ihre “Followern” teilen. Follower sind andere Twitter-Nutzer, die dem eigenen Account folgen. Alle Follower können eure Nachrichten lesen. Ihr selbst könnt und solltet auch anderen Accounts folgen, Personen oder Themen die euch interessieren. So baut ihr euch langsam ein Netzwerk auf Twitter auf. Mittlerweile haben sehr viele Marken, Unternehmen und Medien Accounts auf Twitter. So kann man beispielsweise den Spiegel-Eilmeldungen folgen oder den Stuttgarter Nachrichten. Über den Cinemaxx-Account das Neuste aus der Welt des Kinos erfahren.
Twitter ist wirklich toll, um auf dem Laufenden zu bleiben – sei es im Freundeskreis oder im aktuellen Weltgeschehen. Der Internetdienst hat natürlich noch viel mehr Funktionen, als ich in meiner kurzen Zusammenfassung beschrieben habe, aber schaut es euch einfach selbst an.
Mich findet ihr aufTwitter übrigens hier.
Bis bald – Sayonara
In der letzten Woche wurde die neue Liste der 100 wertvollsten Marken der Welt von BrandZ veröffentlicht. Was wäre eure Nummer 1? McDonalds? CocaCola? Amazon? Die sind zwar in der Liste der Top 100, aber nicht auf den ersten Plätzen. CocaCola war vor 2 Jahren noch die Nummer 1 der wertvollsten Marken der Welt. In diesem Jahr führt allerdings Google die Liste an, dahinter folgen IBM und Apple auf den Plätzen 2 und 3. CocaCola findet man auf Platz 5, gefolgt von McDonalds auf Platz 6. Amazon hat 2010 den 15. Platz inne.
Soweit zu den weltweiten Marken. Wie schaut es denn mit den deutschen Marken aus? Findet man die in den Top 100 der Welt? Nur sehr wenige – und wenn dann keine Konsumgüter wie beispielsweise Nutella. In den 100 wertvollsten Marken der Welt tauchen SAP, BMW, Mercedes, Porsche, Siemens und Aldi auf. Technologie und Automobil – dafür ist Deutschland im Ausland bekannt und genau das unterstreichen diese Marken.
Den vollständigen Bericht könnt ihr euch auf der Internetseite von BrandZ ansehen oder downloaden. Ist wirklich ganz interessant.
Es wird spannend sein, zu sehen, welche Entwicklungen sich in den nächsten Jahren noch ergeben. Welche Marken werden zur Weltspitze aufholen? Welche verlieren? Ein großer Verlierer im Vergleich zu 2009 ist in diesem Jahr sicherlich Toyota – nach dem warum braucht man sich gar nicht groß zu fragen
Toyota hat in den letzten Monaten sehr eindrucksvoll gezeigt, wie man eine Marke schnell kaputt machen kann. Aber vielleicht zeigen sie uns ja in den nächsten Monaten auch, wie man das Ruder wieder herumreißt.
Also ich freue mich schon auf die Studie im nächsten Jahr.
Bis bald – Sayonara