kataru

Im Tempel der Versuchung

BMW K 1600 GTL - Quelle: BMW

BMW K 1600 GTL - Quelle: BMW

Am Sonntag fand eine der schwersten Prüfungen meines Selbstversuchs statt. Für mich gibt es viele Tempel der Versuchung: Elektronikläden, Baumärkte, Apple Stores, Manufactum-Läden und so weiter. Eine weitere Gattung Versuchungstempel sind Messen. Diesen Sonntag musste ich in einem solchen Tempel meine Disziplin beweisen. Namentlich auf der IMOT in München – einer Motorradmesse.

Trotz überschaubarer Dimensionen – die Messe fand in den M,O,C,-Hallen statt – waren die wichtigsten Hersteller vertreten. Und unzählige Kleidungs-, Zubehör- und Custom-Parts-Anbieter. Letztere drei konnten mit schnellem Schritt und Tunnelblick überwunden werden. Erstere waren aber der Grund des Ausflugs.

Die Hersteller hatten allerdings keine aufregenden Neuheiten in Petto. Kawasaki, Suzuki, Yamaha und Co. boten langweiligsten Einheitsbrei. Italienische Zweiräder kommen wegen ihres Formfaktors, ihrer Verarbeitungsqualität und ihrer unausgewogenen Charakteristik für mich eh nicht in Frage. Es bleiben die besten Motorrad-Hersteller der Welt (sorry für die Subjektivität): BMW, Harley Davidson und Triumph.

Triumphs Spaßmobile Street und Speed Triple habe ich schon länger im Visier und meine Begeisterung dafür wurde auf der Messe wieder mal bestätigt. Doch ein Kaufimpuls konnte sich nicht durchsetzen.

Harley Davidson sollte mir ein Über-Gefährt bieten, um mit allerhöchstem Komfort Meilen zu schrubben. Doch auf die Electra Glide Ultra Edition durfte man sich nicht setzen. Und die Komfort-Ausstattung wirkte etwas rustikal. Der Preis dafür exorbitant. Daumen runter. Aber eine Testfahrt früher oder später muss trotzdem sein. Das Geblubbere macht sehr, sehr vieles wieder wett.

BMW hat es geschafft, mich zu begeistern. Das stark belagerte Top-Modell K 1600 GTL hat mich seit seiner ersten Vorstellung in den Bann gezogen. Groß, größer, GTL. Das vielzitierte Wohnzimmer auf zwei Rädern. Mehr Knöpfe als ein japanischer Surround-Verstärker. Viel Plastik, das vor dem Wetter “draussen” schützt und Platz für’s Gepäck bietet. Trotz Materialschlacht fühlte sich das Gefährt handlich an. Der Sechszylinder verspricht Laufruhe ohne Ende. Ich trauere den ruppeligen Zweizylinder-Boxern nicht hinterher. Scheiss auf die Tradition, sag ich da! Preislich ist die 1600er durchaus im Bereich des Machbaren. Kaufimpuls? Jawoll! Aber das muss warten. Und zwar leider nicht nur bis zum Ende meines Selbstversuchs. Doch das Bike für die zweirädrige Zukunft auf den Straßen ist gefunden.

So verließ ich die Messe und blieb meiner Vorgabe treu, nichts zu kaufen, was ich nicht wirklich benötige – dem Tempel der Versuchung entkommen.

Dieser Beitrag wurde am Montag, 20. Februar 2012 um 20:44 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Selbstversuch abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Kalender

Februar 2012
M D M D F S S
« Jan   Mrz »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Letzte Artikel

Kategorien

Links

Meine Lieblings-Onlineshops

 

© wolfi – Powered by WordPress – Design: Vlad (aka Perun)